Das Nahwärmenetz Wahlsdorf

Am Ortsrand von Wahlsdorf betreibt die Agrargesellschaft Petkus mbH eine Milchviehanlage mit ca. 500 Milchkühen. Dies war ausschlaggeben für den Bau zweier Biogasanlagen, die mit Rindergülle und Maissilage als Inputstoffe betrieben werden. Aufgrund der nicht optimalen Nutzung der Abwärme entstand die Idee, diese Wärme für die Versorgung öffentlicher Gebäude und privater Haushalte im Dorf zu nutzen. Nach mehreren Beratungen mit fachkundigen Planern und Prüfung verschiedener Varianten zum Bau eines Nahwärmenetzes, wurde am 24.02 2012 die Wärmegenossenschaft
Wahlsdorf eG gegründet. Aktuell hat die Genossenschaft 76 Mitglieder, unter anderem die Agrargesellschaft und die Stadt Dahme/Mark. Die Genossenschaft beauftragte die Planung und sondierte Fördermöglichkeiten für das geplante Nahwärmenetz.

Mit dem Einrichten der Baustelle erfolgte am 11.09.2014 der Baustart für den ersten Abschnitt.

Am 01.02.2015 wurde die Abnahme der ersten Hausanschlüsse vorgenommen.

Eine Zeitverzögerung der Bauarbeiten, im Ortskern von Wahlsdorf, der als Bodendenkmal ausgewiesen ist, entstand durch die Archäologische Begleitung.
Jeder Aushub von Boden wurde von Bodendenkmalpflegern genauestens untersucht und Funde dokumentiert.

Die Verlegung des Rohrnetzes wurde Mitte Mai abgeschlossen.

Fazit:
Es gibt eine sehr positive Rückmeldung der Mitglieder die schon über einige Monate das Nahwärmenetz nutzen. Dies führte zu einigen Änderungsanträgen von Mitgliedern. Mit der Installation des Spitzenlastkessels gibt es vielen Mitgliedern die Sicherheit, ihren alten Öl Kessel abzuschalten und den Wärmebedarf über das Nahwärmenetz zu beziehen.

Unser Dorf ist stolz direkt an der Energiewende teilzunehmen. Viele Bürger wünschen sich, dass solche Projekte intensiver unterstützt und gefördert werden. Die Zahlen der CO2 Einsparung (jährlich ca. 417t, 200t Heizöl) zeigen doch deutlich, wie groß die Reduzierung der Emissionsdaten mit der Umsetzung des Nahwärmenetzes sind.
 

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